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Finance, Strategie & Accounting

Weiterbildungsstudiengang Finance, Strategie & Accounting

Studienprogramm

1. Leitidee des Studienprogramms

Aus dem Qualifikationsbedarf und den Anforderungen des Arbeitsmarktes folgen die Qualifikationsziele und das Studienprogramm zur Vermittlung der hierzu notwendigen Kompetenzen Leitidee des Curriculums ist, dass die einzelnen Veranstaltungen und deren Interdependenzen Führungswissen und theoretisch wie empirisch abgesichertes Rüstzeug für Gestaltungs- und Lenkungshandeln in Unternehmungen und sonstigen Organisationen (wie etwa Aufsichtsämtern oder Verbänden) systematisch bereitstellen. Erprobung und kritische Reflexion des im Selbststudium und in der Unternehmensrealität Gelernten kann dann interaktiv in den Präsenzphasen an der Hochschule, in Diskussionen mit Dozenten und Studienkollegen und vor allem in dem konkreten Arbeitsumfeld der Teilnehmer erfolgen. Rückkoppelungen und das gemeinsame Durchdenken der Transferwirkungen im betrieblichen Verantwortungsbereich der Studierenden sind bedeutende Mittel, um das Erreichen der o. g. Lernziele bzw. Kompetenzen zu fördern.

 

Veranstaltungen und Module der Semester

Erstes Semester

Im ersten Semester des Studienprogramms wird mit den beiden Modulen General Management I und General Management II  ein Ordnungs- und Orientierungsrahmen entwickelt, in dem

  • bedeutende Inhalte einer allgemeinen Management- und Funktionslehre der Unternehmung (General Management I: Wertschöpfung und Funktionen) vermittelt werden und
  • eine Führungslehre vorgestellt wird, welche durch eine verstärkte Interaktion und bewusstes Training Dimensionen des Führungsverhaltens, Managerhandelns und der Führungskräfteentwicklung im Rahmen von Managementsystemen systematisch erörtert (General Management II: Führungskompetenzen).

Inhaltliche Schwerpunkte bilden neben der Behandlung institutioneller Bereiche von Management deren funktionelle Dimension, etwa Fragen des normativen Rahmens der Unternehmenstätigkeit, die Behandlung ethischer Handlungskriterien und schließlich die ziel- und ressourcenorientierte Gestaltung von Managementprozessen. Motivationslehre, Er-kenntnisse der Neurowissenschaften und der Wirtschaftspsychologie bilden die methodisch-wissenschaftlichen Fundamente der Veranstaltungen im Modul „General Management II: Führungskompetenzen“.

 

Zweites Semester

Die Veranstaltungen des zweiten Semesters mit dem Modul 3 „Financial Accounting und Unternehmensanalyse“ und dem Modul 4 „Strategisches Management & Consulting“ sind ein Plädoyer für eine umfassende Sicht des Unternehmens bzw. der Management-Funktionen.

  • Hier wird auch eine These des ersten Semesters wieder aufgenommen,  dass nämlich Dysfunktionalitäten zwischen den Teilbereichen des Unternehmens bzw. zwischen der Strategieentwicklung und den anderen Subsystemen (Unternehmens-kultur, Organisation, Personalführung) die Umsetzung von strategischen Maßnah-menprogrammen verhindern können.
  • Der systemische Ansatz des Unternehmens-Umwelt-Fit wird durch verschiedene Modelle der Rechnungslegungs- und Strategieforschung behandelt. Mit der Veranstaltung „Change- und Projektmanagement“ werden die im ersten Semester erörterten Wirkungen stetiger Veränderungen innerhalb und außerhalb der Organisation wieder aufgegriffen und durch weitere Aspekte und Implikationen für Mitarbeiter und Prozesse erweitert.
  • Durch die Veranstaltungen des ersten und zweiten Semesters werden damit auch übergreifende Verhaltens- und soziale Fertigkeiten vermittelt, welche neben den „materiellen“ Aspekten auch kulturelle und individualpsychologische Determinanten erfolgreichen Wirkens in erwerbswirtschaftlicher Organisationen für die Teilnehmer anwendungsreif behandeln.

 

Drittes Semester

Nutzen und Zielrichtung der Veranstaltungen des dritten Semesters mit dem Modul 5 „Corporate Finance“ und dem Modul 6 „Information Management“ lassen sich nach verschiedenen Maßstäben systematisieren. Einmal lässt sich feststellen, dass sie der gründlichen Beschäftigung mit den grundlegenden Ressourcen eines Unternehmens dienen, nämlich

  • der Verfügbarmachung und zielgerichteten Gestaltung der Ressourcen „Finanzmittel“ und „Bonität“ des Unternehmens (Modul 5 „Corporate Finance“) und
  • der Erfassung, Verwaltung, Strukturierung und Nutzung der Ressource „Information“ (Modul 6 „Information Management“).

Ein anderes Systematisierungskriterium für die strukturelle Beschreibung der Module des dritten Semesters ist: Sie dienen einmal der Vertiefung von Aspekten der Unternehmensarchitektur (Modul 6). Denn in den zugehörigen Veranstaltungen werden die

  • informationstechnischen und
  • die Führungskonzepte zur Steuerung des Unternehmens und seiner Kommunikation mit den Unternehmens-Stakeholdern einer intensiven Behandlung unterzogen.

Hinzu tritt – wie oben angeführt - das Modul 5 „Corporate Finance“, welches ebenfalls strukturelle Themen zum Gegenstand hat:

  • Wie Unternehmen sich durch bonitätswahrende Bilanzstrukturen den jederzeitigen Zugriff auf die Schlüsselressource Finanzmittel zu günstigen Konditionen sichern können. Dies ist im Interesse der Gewährleistung der Innovationsfähigkeit des Unternehmens geboten.
  • „Finance“ wird damit zur „Schlüsseltechnologie“ im Wettbewerb an den Kapitalmärk-ten um Aufmerksamkeit und knappes Kapital. Von den Teilnehmern des Studienpro-gramms zu beherrschende Handlungsfelder sind dann die Gestaltung der Bonität des Unternehmens, die Steuerung der Investorenerwartungen, die Kapitalstrukturpolitik und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. 

 

Viertes Semester

Im Zentrum des vierten Studiensemesters steht einmal mit

  • dem Modul  7 „Unternehmensintegrität und Controlling“ die Sicherung der Ressource „Vertrauen“, „Glaubwürdigkeit“, „Image“ und „Gesetzes-/Regeltreue“. Erörtert wird in diesem Zusammenhang, wie ein wirkungsvolles Risikomanagement und eine gesetzes- bzw. regelkonforme Unternehmensarchitektur zu gestalten sind. Damit sind fundamentale strukturelle Voraussetzungen des Unternehmenserfolgs beschrieben.
  • Zum anderen detaillieren das Modul 8 „Finanzmärkte I“ und das Modul 9 „Finanzmärkte II“ Struktur und Instrumente des internationalen Finanzsystems, erfassen systematisch Merkmale von Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen multinationaler Unternehmen und behandeln mit dem Thema der Allokation von Kapital wesentliche Aufgaben des Asset Managements in Unternehmen aller Branchen.
  • Integraler Bestandteil des Moduls 9 ist schließlich das Regelungswerk des Kapital-markt-, Börsen und Aufsichtsrechts als Rahmenbedingungen der finanzwirtschaftli-chen Unternehmensführung.

 

Fünftes Semester

Das fünfte Studiensemester dient der Anfertigung der Masterarbeit. Die Studierenden sollen zeigen, dass sie in der Lage sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Fachproblem sowohl in den fachlichen Einzelheiten als auch in den fachübergreifenden Zusammenhängen eigenständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

  • Je nach Interessenlage der Studierenden kann die Themenstellung der Thesis eher praktisch-empirisch bzw.  anwendungsorientiert oder forschungsorientiert sein. Eine Master-Thesis mit einem praktischen Bezug bietet den Studierenden etwa die Mög-lichkeit, ihre Schlüsselqualifikationen und fachspezifische Kompetenzen zur Lösung eines praktischen Entscheidungsproblems aus ihrem betrieblichen Erfahrungsbereich einzusetzen.
  • Ergänzt  wird die Masterthesis durch ein Kolloquium, in welchem die Studierenden ihr Untersuchungs- bzw. Forschungsdesign vorstellen und die Ergebnisse der Arbeit sowie deren Herleitung begründen. Die Einhaltung wissenschaftlicher Standards ist durch die Vorgabe von Richtlinien zur Abfassung wissenschaftlicher Arbeiten, die individuelle Betreuung durch die Dozenten und die hierfür spezifische Veranstaltung „Forschungsmethodik“ gewährleistet.

Modulhandbuch

Prüfungsordnungen

Veröffentlichte Prüfungsordnungen

Allgemeine Prüfungsordnung der Hochschule Ludwigshafen (APO: 2014-Ausgabe 16)

Spezielle Prüfungsordnung für den Fernstudiengang MBA Finance, Strategie und Accounting (SPO: 2014-Ausgabe 34, 2015-Ausgabe 6)